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Schlüsselblume oder Himmelschlüssel

15.03.2019, Cornelia Krapf-Rütimann

Das Schlüsselblümchen weckt als eine der ersten Blumen den Frühling. Infolge überdüngter Böden ist sie selten geworden und steht unter Naturschutz.

 

Das Schlüsselblümchen weckt als eine der ersten Blumen den Frühling. Infolge überdüngter Böden ist sie selten geworden und steht unter Naturschutz.

 

Die Echte Schlüsselblume "Primula veris" gehört zur Gattung der Primeln. „Primula veris“ bedeutet „die Erste des Frühlings“. Der Name "Schlüsselblume" ist durch die Ähnlichkeit des Blütenstandes mit dem Schlüsselbund entstanden. Weitere Volksnamen lauten: Arzneiprimel, Apothekerblume, Gichtblume oder Himmelschlüssel.

 

Geschichten und Mythen   
Die Schlüsselblume war der germanischen Göttin Freya gewidmet. In ihrer Krone trug sie einen kleinen Schlüssel, mit dem sie die Herzen der Menschen öffnen konnte. Die Schlüsselblume – eine Herzensöffnerin. In anderen Geschichten wird beschrieben, dass die Schlüsselblume in der Lage ist, die Erde im Frühling zu öffnen und damit die schlafenden Kräfte der Natur zu wecken.

 

Die Schlüsselblume ist eine ausdauernde, krautige Pflanze. Ihr volles Gelb löst das Gefühl einer erwachenden Sonne aus und holt die Menschen lächelnd aus dem Winterschlaf. Früher sammelten Kinder die gelben Blumen, um mit Sträussen die Mutter zu erfreuen. Also nicht verwunderlich, dass die Pflanze als stimmungsaufhellend und leicht antidepressiv wirkt. Grobstofflich ist sie eine wichtige Hustenpflanze, auch schlaffördernd, beruhigend, und blutstillend.

 

Die in der Droge vorhandenen Saponine (Inhaltsstoffe) sind indirekt für die Verflüssigung des Bronchialsekrets und Abtransport des hartnäckigen Schleims verantwortlich: Saponine wirken auf den Nervus vagus (Magennerv) und fördern reflektorisch die Wassersekretion in den Bronchien. So ergibt sich der verflüssigende und hustenstillende Effekt. Die Salicylsäurederivate wirken entzündungshemmend. Weitere Inhaltsstoffe sind Vit. C, Magnesium, Kieselsäure u.v.m. Beim Altershusten wird oft eine Linderung erzielt. Die alte Volksheilkunde verwendete die Pflanze gegen  Nervosität, Neuralgien und Migräne, bei Schmerzen, Bronchitis und Schnupfen.

 

Spezialtee gegen Schlaflosigkeit (nach Maria Treben)
50 g Schlüsselblumenblüten
25g Lavendelblüten
10 g Johanniskraut
15g Hopfenzapfen
5g Baldrianwurzel

 

Alles sehr gut mischen und in einem Glas oder Papiersack aufbewahren. 1 Esslf. für eine grosse Tasse Wasser und 10 Min. ziehen lassen. Vor dem Schlafengehen langsam und genussvoll trinken. Die fertige Teemischung können Sie gerne in meiner Praxis bestellen.

 

Guten Schlaf!

1 Kommentar


Gerda Obrist

16.07.2019

Hab den Tee gegen Schlaflosigkeit ausprobiert. Er ist ein Genuss zum Trinken und wirkt super.

Im Kurs haben wir letztes Jahr Glückstee gemischt. Leider hab ich die Rezeptur vergessen. Darf ich bitte am nächsten Kurstag nochmals eine Mischung herstellen - würde mich glücklich machen. Danke jetzt schon, liebe Cornelie.


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